Erste zwei Minuten des Films "Rheinfahrt"

Diese oberste farbige Zeile anklicken, einfach, dann laufen die ersten zwei Minuten meines 90-Minuten-Films "Rheinfahrt". Dazu die ersten zwei Minuten der Ouvertüre zur "Zauberoper Undine". Komponiert kurz vor 1848 -


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1848? - - - Ende Februar 2017 erscheint:


Mein letztes Buch - ein Drachenbuch. Vorn sieht man Georg, den Schutzpatron der Stadt Freiburg, „Drachentöter“. Auf der Außenseite des „Schwaben“-Tors bewacht er die Stadt. Gegen Schwaben? gegen Stuttgart?

Schon das Nibelungenlied weiß: Drachen? Das sind wir selbst. "Der Mensch ist aus krummem Holz" (Kant).

Das Buch geht um Grundlagen. Um Fehlschläge und Fälschungen. Handelt von 1848. Vom „Grund“-Gesetz. Und von einer der ältesten Quellen des zentralen Europa: vom Nibelungenlied. Das Studium Generale der Universität hatte gefragt: "Siegfried – Nationalheld? Deutscher? Ein Blick in die Quellen."

Unter einer der Parolen von 1848 – trotz alledem – sammelt das Buch Reden. Geredet in Universitäten, in und vor Rathäusern, vor Atomkraftwerken. In Frankreich, in der Schweiz, in Freiburg, Istanbul und Ankara, in Stuttgart, Essen und Florida. Gegen neu-alten Nationalwahn. Gegen Gier und Betrug bei Stuttgart 21, gegen schweigende Germanisten, Geologen, Atom-Experten. Mit dem Wissen von Thaddäus Troll, Tomi Ungerer und von zwei 24jährigen, von Wilhelm Hauff und Georg Büchner. Auch vom weisen türkischen Mevlana. Und mit den letzten öffentlichen Worten des Psychoanalytikers und Sozialforschers Erich Fromm, am Tag vor seinem Tod.

Im Nibelungenlied ist Siegfried nie so, wie er spätestens seit Wagner umherzugeistern hat (FAZ 2016: „Horror-Figur“). Beide Weltkriege nutzten als Frontlinien „Siegfriedlinien“. Im frühesten Epos war Siegfried nie das brutale Siegesphantom, folgenreich für Generationen junger Männer 1870/71, 1914-18, 1939-45. Obwohl „deutsch“ schon in Gebrauch war, nannte das Epos den Mann aus Xanten in seinen zehntausend Langzeilen kein einziges Mal "deutsch". Das „Lied“ bleibt Lichtjahre fern von Nationalem, von Nationalistischem.

Für seine geistlichen Autoren ist Siegfried ein vital hilfreicher Ritter in der blutigen meginfart michil („Völkerwanderung“). Trickreich ist er, aber nie mörderisch. Der vermeintliche Drachentöter - von Drachen und Riesen redet allein der Gerüchtemacher Hagen von Tronje. Der mit dem „fried“ im Namen ist nirgends das, wozu „Romantik“ ihn fälschte. Ursprünglich ein früher Weltbürger, fesselnd gewitzt. Vernunftnah. Ihm geht's ausdrücklich um sicherheit. Mit feindlichen Stämmen erreicht er vride ("Frieden") und fröhliche Versöhnung. Liebt List und Liebe, auf hohe Minne beruft er sich mehrfach. In seiner Liebe zu Krimhild wird er Opfer der Lügen und Machtgier des Hagen von Tronje, der ältesten Poltiker-Figur am Rhein.

Eine andere Rede im Drachenbuch gilt der Arroganz, mit der „christliche“ Parteien die Türkei raushielten aus Europa. In tiefer Tradition, die verstieg sich einst bis zu Plänen, die Türkei zu kolonisieren. Auch dazu im Buch Neues, auch zu meinem Film „Bagdadbahn“, in Ankara und Istanbul lief der mit türkischen Untertiteln.



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Mit Nachwort in Sachen Drachen:

"Am Himmel steht eine Kuh"



Goethe, als er das Nibelungenlied kennen lernte, wünschte sich das zu einem „Volksbuche“. Nicht nur Wissenschaftlern sollte das bekannt sein, sondern Jedermann. Weimars Theaterchef wünschte sich das so lesbar wie spielbar, als „Volksstück“. Am 28. 8. 1808 war Bibliothekar Riemer Gast am Frauenplan und hat dann notiert, Goethe habe davon geredet, wie Romantisches einzig erträglich werde. "Nur da, wo es in der Großheit ans Antike grenzt, wie in den Nibelungen.“ 

Überfällig, dem ältesten Stoff des zentralen Europa seinen Rang zurück zu geben. Seine enormen Bilder und Träume, sein globales Entsetzen. Dann wird auch der Drache sichtbar - als Wahrtraum, als Innenbild für Besitzsucht. Die Autoren um 1200 kannten noch Roms Propaganda,. Und die Wahrheit der Mythen und antiken Tragödien.

Spätestens ab 1870/71 wurde der mit „fried“ im Namen missbraucht als "teutscher Karakter", als "blonde Bestie", als "Held" für "Ehre", "Deutschland" und "Opfergänge". In beiden Weltkriegen nannte das Militär Vernichtungslinien „Siegfriedlinien“.



"Diese "33 Szenen" sind bestens spielbares Volksstück."

Jörg Bartel, NRZ/WAZ



"Lodemanns Theaterspiel "Siegfried" gibt dem viel geschmähten und gefälschten Mythos eines wieder: Respekt. Und das war überfällig. Abwarten, ob auch die Theater das so sehen."

Alexander Dick, Badische Zeitung


Kleinst Siegfried. 1938.

Mit den großen, den begeisterten Brüdern.

Die durften dann, noch 1945,

an die "Ostfront", 18- und 16jährig.

Und überlebten.

Alles was darüber von ihnen je zu hören war:

"Nie wieder". "Keine zehn Pferde".

FESSENHEIM Novelle

Nuclear power ruins earth. Nach einem Bodensee-Beben stürzt eine Wasser-Walze rheinab und verwüstet am Rhein Frankreichs Atomkraftwerk Fessenheim, 18 km neben Freiburg. Im üblichen Südwestwind macht die unsichtbare nukleare Wolke nach 40 Minuten Freiburg unbewohnbar, wenig später ist sie in Stuttgart, am anderen Tag in Berlin. Zu betreten ist Berlin nur noch "auf eigenes Risiko". Ein GAU, ein "größter anzunehmender Unfall".

Direttissimas durch Geologie, Medien, Erotik, Politik. (Auch als e-book). Der G.A.U. entpuppt sich als realistisches Szenario aus Tektonik, Nukleartechnik und dem verlogenen Kalkül der Atom-Konzerne. Gegen die Lächerlichkeit der "Notfall"-Pläne ist die Novelle "Fessenheim" littérature engagée. Reporter B.B. liebt Frauen, erlernt durch sie auch die Empfindlichkeiten der Erd-Haut, speziell des Oberrheingrabens -

Atomkraft "sauber"? Sie ist nicht nur die gefährlichste Energie-Quelle, sie ist auch aussichtslos unwirtschaftlich. Alle Spätfolgen wurden weggelogen, hochintelligent asozial. - Das Buch "Fessenheim" liefert als letzten Alarm zwei "Lösungen":
ÜBUNG: die 225 000 Freiburger werden komplett evakuiert
SIGNAL: das grün-alternative Freiburg wird im Jahr 2025 "Europas Kulturhauptstadt"

Foto Bille Haag

"An Prozessoren dürfte kein Schiff mehr unkontrolliert vorbei fahren. Auf dem Rhein wie auf der Elbe." Ein Sicherheits-Experte.


Das Atomkraftwerk Fessenheim steht zwischen Basel und Freiburg im tektonisch sensiblen Grabensystem des Oberrhein. Da zerfiel schon vor wenigen Erdminuten Basel. Fessenheim ist einer von weltweit fast 500 Prozessoren, im Bau sind 69. Es entstanden bislang mehr als 350 000 Tonnen Atom-Müll, tödlich. Sichere "Endlagerung"? für 100.000 Jahre? Eine unserer fatalen Lügen.

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Aus 3000 m Höhe: Erdspalt "Sankt Andreas"

Das Spaltensystem zerriss 1906 San Francisco

(Film und Foto: Lodemann. Mehr in "Dokumente", "Fundstücke" und unter "Filme": "Amerika überm Abgrund")



SALAMANDER Roman

Ein(e) Ladyboy zieht von Berlin nach Freiburg zu ihrem Großonkel, zum alten Schriftsteller Harry, und wird verfolgt von zwei Liebhabern, vom Amerikaner Bob und vom Türken Tansel: US-Mann kontra Moslem. Der alte Harry will Verständnis, Toleranz, "Integration" und interessiert die drei jungen Leute für eine real existierende Freiheitsoper von 1848 (nachhaltig ignoriert), in der zum ersten Mal nicht historische Helden agieren sollten, sondern "Fabrikarbeiter". Die beschworen 1848 vergeblich "einig seid" und "Recht" und "Freiheit" - in einer romantischen Oper zum ersten und einzigen Mal: Arbeiter.

Tansel ersticht Bob. Bundesanwaltschaft will, dass der alte Harry detailliert aufschreibt, was passiert ist. Seinen Bericht nennt Harry "Salamander", weil nach seiner Meinung Schwanzwesen mit Feuer spielen müssen (Paracelsus). Nur Leser seines Berichts wissen, wie sich das zwischen Ladyboy Undine und ihren Lovern anbahnte. Es ging um Lust, Fremdheit, Angst. Um "inspirierende Wortgefechte" (Badische Zeitung), "Unterhaltsam, sehr sympathisch" (Stuttgarter Ztg.), "Lesevergnügen" (SZ). Es geht ebenso um Freiburg wie um den "Westen". "Die Welt": "Lodemann schrieb den Roman zu Deutschlands neuer Musterstadt".

(Auch als e-book. Siehe "Bücher", "Medien-Echos")

Jürgen Lodemann, Filme- und Büchermacher, gezeugt für Hitler, "dem du danken kannst, dass du lebst" (schrieb der Vater 1936, siehe hier: "Handschriften")

  • *1936 in Essen, studierte in Freiburg Literatur, Philosophie, Germanistik, naturwissenschaftl. Geographie. Staatsexamen und Promotion (über Bürgertum im Vormärz, siehe "Biografische Daten")
    30 Jahre Filmemacher und TV-Moderator für den Sender in B.-Baden
    .
  • Stellte seit 1975 gegen die Bestsellerlisten die Bücher-Bestenliste, bis heute monatlich wirksam, die Qualitätsliste deutschsprachiger Literaturkritik, in der Jury potentiell 100 Berufsleser aus Österreich, Schweiz und der Bundesrepublik (genehmigt wurden im damaligen Südwestfunk maximal 35).

  • Debut erst mit 39, mit „Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr“, erster weitgehend phonetisch notierter Roman (Ruhrdeutsch), Aufstieg und Fall einer Essener Lust-Arbeiterin, die durch ein Bahn-Klo in diese Welt kommt. Erster Regio-Krimi, "verfasst von einem Schreibtischwüstling" (Stern). Max von der Grün: „Die deutsche Literatur ist arm an solchen Büchern, die so leicht zu lesen sind und doch ernsten sozialen Hintergrund liefern.“

  • 1980 „Ahnsberch. Volksstück über die Räuber an der Ruhr". In Ruhrsprache. Der Chef der ruhrbeherrschenden Zeitung wird gekidnappt. Traum vom autonomen Ruhrgebiet. Ein Jahr erfolgreich in Peymanns „Bochumer Ensemble“.

  • 1985: „Essen Viehofer Platz“, Roman. Das Ruhrrevier als Modellfall. Das Prekariat als Objekt der Menschen-Händler. Volker Hage (damals FAZ): „...Und der Erotik wird in der deutschen Literatur endlich wieder zu ihrem Recht verholfen: Lodemann versteht es ...“ (ab April 2017 wieder lieferbar, bei Klartext/Funke-Mediengruppe, Essen)

  • 2000: "Lortzing" (672 Seiten) über den frühromantischen Theatermusiker und 1848er, der - als erster vor Wagner - Operntexte selber schrieb, 1848 Text und Musik zur Paulskirchen-, Blum-, Terror- und Freiheits-Oper REGINA. Konzipiert als Lehrstück. In den Hauptrollen: "Arbeiter von allen Klassen" und Regina, "die mich erschauen ließ ein irdisch Paradies!" - Der farbige Link "Rheinfahrt" auf dieser Seite oben liefert Lortzing-Musik kurz vor 1848, nämlich erste Takte seiner Oper über geschändete Natur, aus "Undine".

  • 2002: „Siegfried und Krimhild. Die Nibelungenchronik“, Fakten-Roman, 893 Seiten, gemäß Heiner Müllers „die Nation beerdigen“. Der sagenhafte Stoff wird nach ältesten Quellen revidierend erzählt. Die Nibelungensage als Menschheitsparabel, die Wende Europas von der Antike ins Mittelalter. Altgermanist Otfrid Ehrismann: „. . . hat dem Nibelungenmythos eine neue und zukunftsfähige Würde gegeben.“ (siehe "Medien-Echos")

  • Eva Willermann (Münster): "Lodemann liest hinreißend." - W. Ignée (Stuttgart): "Exzellenter Vorleser"

  • 2008: "Paradies, irisch", Aufstieg und Sturz der westlichsten Stadt Europas. Im 800jährigen Kolonialkrieg Englands gegen den Nachbarn Irland wird der Fischer-Ort Galway zum denkwürdigen Modell einer Handelsstadt. Unter der Dynastie der Lynchs geht es in dem atlantischen Hafen früh um Bürgerrechte für alle, entsteht ein Friedens- und Wirtschaftswunder, ein Biotop der Lebenskünste. Diesen Fakten-Roman von Blüte und Absturz der Stadt-Idee und der Dynastie der Lynchs bezeichnete Erich Fromm kurz vor seinem Tod als "Tragedy of justice". - Deutschlandradio Kultur: "meisterlich". - Mehr in "Medien-Echos", "Textproben".

In der winterlichen Stuttgarter City, Vorlesen aus
"Siegfried und Krimhild. Die Nibelungenchronik"

In diesem Moment Brünhilds althochdeutsche Verfluchung (Seite 709): "...die Gier hat sich bewaffnet ... Flammen werden fressen Länder und Leute ..." (...ia lant enti thiut logna farterit...)


Kirchen-Figur in "Paradies, irisch"



. "Pfarrer Lodemann stürzt von der Kanzel und erschlägt zwo Gemeindemitglieder"

F.K.Wächter "Es lebe die Freihei - - - "

Diogenes 1981

1980 "Ahnsberch" im "Bochumer Ensemble", Regie Alfred Kirchner, Schlussbild



PROUST’S
QUESTIONS


(2009 in Irland beantwortet für den „Galway-Advertiser“, in Galway an Irlands Atlantikküste)

What is your idea of perfect happiness? Being accepted for my imperfectness

Which historical figure do you most identify with? Robert Blum, who was already trying to make Germany democratic in 1848

Which living person do you most admire?  Daniel Barenboim, a conductor - in both senses of the word

Which is the trait you most deplore in yourself? Wanting to be popular

What is your greatest extravagance? Loving REGINA, an unknown opera about liberty, created in 1848

What is your favorite journey? Between my ears

On what occasion do you lie? When writing true stories

Which living person do you most despise? The one, who dismantled the Galway to Clifden railway

What or who is the greatest love of your life? REGINA, the only opera about real factory workers

When and where were you happiest? When I finished my Galway novel after 50 years: “Paradies, irisch”. 

Which talent would you most like to have? Living in so-called reality

What is your current state of mind? Not suffering from but enjoying life as elderly person

What do you consider your greatest achievement? Turning the fateful German Nibelungenlied into a pacifist tale - in a successfull big book and as a theater play

If you were to die and come back as a person or a thing, what do you think it would be? As an autograph-tree for the new Irish poets

What is your most treasured possession? Enthusiastic belief in human rights

What do you regard as the lowest depth of misery? Absence of live communication

What is your favorite occupation? Dreaming

What is the quality you most like in a man? Fantasy – what about a pedestrian bridge between Galway University and City, spanning the massive old railway pillars?

What is the quality you most like in a woman? Fantasy

Who are your favorite writers? Those with social conscience

What is your motto? We all start as non-conformists






In Galwayer Pubs geht gern die gut gelaunte Rede, Columbus habe vor seiner großen Entdeckung auch in Irland geforscht, letztlich sei es Galwayer Fahrensleuten zu danken, dass die Neue Welt entdeckt wurde. Lange hielt ich das für eine der geliebten "maeren" von Guinness- und Rotwein-Freunden, bis 1988 für meinen Galway-Film Auskunft kam von der Columbus-Bibliothek in Sevilla. Eine alte Reisebeschreibung aus dem Besitz des Columbus hat dort, wo Galway erwähnt wird, einen handschriftlichen Eintrag von der Hand des Amerika-Entdeckers. Nos videmus multa notabilia in Galway  ("viel Bemerkenswertes sahen wir in Galway").

Inzwischen steht am Galwayer Hafen ein Denkmal: Von hier aus bekam Columbus wertvolle Hinweise. (Siehe oben auf dieser Seite "Paradies, irisch". Aber auch die Seiten "Bücher" und "Filme", z.B. den Film "Columbus: Bemerkenswertes sahen wir in Galway").



(1978)


(2008)


Mit großen Brüdern und Vater. April 1941

(siehe "Medien-Echos" und "Foto-Galerie")


2009

(vor Lesungen aus „Fessenheim“):

 

Von den Märchen heißt es oft, dass sie zum Letzten gehören, was Wahrheiten weiß. "Wahr sind nur die Gedanken, die sich selber nicht verstehen" liest man bei großen Denkern (Adorno/Scholem). Lassen Sie mich den Fessenheim-Abend anfangen mit dem Märchen von Undine, von der elementaren Frau aus dem Wasser. Undine ist eine Erfindung des Paracelsus, des Arztes und frühen Naturforschers Theophrastus Bombastus von Hohenheim, gestorben 1541. Den Namen "Undine" holte er sich aus lateinisch unda – Welle. Undine dachte er sich als eine Verkörperung der auf diesem Planeten entscheidenden Naturkraft, des Wassers.

Zu Undine entstanden Erzählungen und Märchen, auch Opern, von ETA Hoffmann, von Lortzing. Um ein elementares Wasser-Ereignis geht es auch in der Novelle „Fessenheim“.














Vor meiner Lesung sehen Sie jetzt die ersten zwei Minuten des Films „Rheinfahrt“, sehen also den zentraleuropäischen Rhein. Hören aber keinen Kommentar, sondern nur die ersten Minuten der Lortzing-Oper „Undine“. Diese frühromantische Musik (uraufgeührt 1846) scheint eben das zu erzählen, was der Undine - der Natur - vom Menschen widerfährt, trotz aller Sehnsucht nach Schönem und Besserem. Die Natur des Menschen als Naturkatastrophe. Der Film "Rheinfahrt" zeigt noch kein Atomkraftwerk, sondern der Welt fast größte Chemie-Fabrik, BASF-Bauten am Rhein. Im Märchen wie in den Opern ist Undine am Ende zurück in den Ursprüngen, in "Kristallgewölben". Von denen liest man bei Paracelsus und von denen singt Undine in Lortzings Oper, nicht in der Oper der "Romantiker" Fouqué und ETA-Hoffmann. Für den Dichter-Komponisten Hoffmann schrieb Märchen-Autor Fouqué das Libretto.

 Film und Musik per Klick am Beginn dieser Homepage, beim farbigen Link RHEINFAHRT









Das Nachwort zum Europa-Spiel

"SIEGFRIED. Die Reale Geschichte"

hat den Titel:

Am Himmel steht eine Kuh

oben: die Kuh im wilden Orion

(Foto: Astronomische AG  Bochum)

unten: mit Heidenreich und Böll im "Café Größenwahn", November 1984

Foto: Jörg Höhn